Weiterhin hoher Orientierungsbedarf zur Krankenhaushygiene
Erstes Berliner Hygienesymposium bringt Experten und Kliniker zusammen
Über 180 Vertreter deutscher Kliniken trafen sich in Berlin, um sich mit Experten über die Folgen des novellierten Infektionsschutzgesetzes für ihren Arbeitsalltag auszutauschen. Auf dem von der "Initiative Infektionsschutz" und der "PEG – DIE AKADEMIE" organisierten Berliner Hygienesymposium 2012 wurden Strategien und Maßnahmen zur Eindämmung nosokomialer Infektionen lebhaft diskutiert.

Bereits die unerwartet hohe Zahl der teilnehmenden ärztlichen und kaufmännischen Direktoren, Krankenhaushygieniker, Hygienefachkräfte, Chefärzte und Pflegedirektoren zeige – so Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG – wie hoch der Orientierungsbedarf zur Krankenhaushygiene weiterhin ist. „Ich bin hoch zufrieden über den offenen und konstruktiven Austausch“, freut sich Prof. Dr. Axel Kramer, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und Mitglied der Initiative Infektionsschutz, über die Ergebnisse des Berliner Hygienesymposiums 2012. „Wir müssen alles daran setzen, kompromisslos den Mangel an Hygienefachpersonal zu beheben, die evidenzbasierten Strategien der Qualitätssicherung umzusetzen und die Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis zu vermitteln", so Prof. Kramer weiter.

Grundlage für die Veranstaltung waren die Ergebnisse einer Umfrage der Initiative Infektionsschutz auf freiwilliger Basis mit Anonymisierung, in der die Verantwortlichen in den Kliniken Auskunft über ihre Standards und Strategien zur Infektionsprävention durch Hygiene gegeben hatten. Mitverantwortlich für den Erfolg des Meinungsaustauschs war, so Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Direktor der Augenklinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Mainz und Referent auf dem Hygienesymposium, die Zusammensetzung der Teilnehmer: „Das Symposium hat es geschafft, Entscheider in Sachen Krankenhaushygiene aus allen Teilen Deutschlands nach Berlin zu ziehen und einen fruchtbaren Austausch der Erfahrungen und Überlegungen in den einzelnen Häusern zu ermöglichen.“
Die Beteiligten waren sich einig, dass das Berliner Hygienesymposium 2012 nicht das letzte seiner Art sein sollte. „Die hohe Teilnehmerzahl und die lebhaften Diskussionen haben gezeigt, dass es Bedarf für ein solches Forum gab und sicherlich auch in der Zukunft geben wird“, fasst ein Teilnehmer seine Eindrücke zusammen.
Das Berliner Hygienesymposium 2012 wurde von BD und Johnson & Johnson Medical unterstützt.
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Die PEG – DIE AKADEMIE ist ein innovatives Fortbildungsinstitut speziell für das Gesundheitswesen. In modernen Seminarräumen in München sowie auch an Standorten im gesamten Bundesgebiet werden Mitarbeiter aus Krankenhäusern, Rehakliniken, Pflege-/Senioreneinrichtungen und Arztpraxen qualifiziert.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Initiative Infektionsschutz ist ein interdisziplinäres Expertengremium, das die Umsetzung bundesweit gültiger effektiver Hygienestandards unterstützt. Die Expertengruppe ist institutionell unabhängig. Weitere Informationen finden Sie hier.
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